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Rundreise an der Ostküste

Auf der Reise nach Trincomalee an der Ostküste bot sich ein Stopp bei den Felsentempeln von Dambulla an. Auch die hatten wir schon besucht, aber sie sind nicht umsonst eine der Haupttouristenattraktion des Landes. Ich hatte allerdings den Eindruck, dass Roy zu weit fuhr und die kleine Strasse, die wir hochfuhren, war in sehr schlechtem Zustand.

Dambulla FelsentempelDambulla Felsentempel

Tempel

"Gartenhaus" China Bay

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Wir haben uns noch darüber unterhalten, wie die Zufahrt zu dem UNESCO Weltkulturerbe in so erbärmlichem Zustand sein kann, als wir nach dem Parkieren feststellten, dass Roy den „Lieferanteneingang“ genommen hatte und wir damit gut ¾ der beschwerlichen Treppen bereits  hinter uns gelassen hatten. 

Dummerweise auch das Kassenhäuschen und so standen wir völlig verschwitzt vor dem Tempel, und auf die Frage, wo es denn die Eintrittstickets zu kaufen gäbe, zeigte der Finger des Mannes in die Tiefe!?

Ein einheimischer Verkäufer von Früchten machte sich für uns auf den Weg, und wir durften die Tempel besichtigen und später die Tickets nachliefern. Meine Lotusblumen hatte mir ein Affe aus den Händen gerissen und aufgefressen, aber man kann in jedem Tempel auch mit Bargeld seinem Anliegen Nachdruck verleihen.

Die Strasse von Dambulla nach Trincomalee war neu geteert und sehr gut ausgebaut, und es war ein spezielles Gefühl, in Sri Lanka mit 70 – 80 km/h unterwegs zu sein. Während des Krieges war zu beiden Seiten der Strasse eine ca. 100 Meter breite Schneise gerodet worden, um den Tamiltigern die Deckung zu nehmen.

Drei Jahre nach Kriegsende erobert sich die Natur die Streifen wieder zurück, aber es wird noch Jahre dauern, bis dort wieder dichter Dschungel wächst.

In Trincomalee haben wir zwei Nächte in einem Bungalow an der Chinabay verbracht, den Garten mit den Affen und das Badezimmer mit kleinen Fröschen geteilt. Der Hausmeister hat uns mit super Curry zum Frühstück verwöhnt, und auf dem Markt haben wir uns Früchte und die Zutaten für ein BBQ gekauft – wir hätten noch ewig dort bleiben können.

Affe bei unserer Unterkunft

 Aussicht vom Tempel

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Heisse Quellen in Trincomalee

 

 

 

 

In Trincomalee muss man einen Abstecher zur Nilaveli beach machen, für viele der schönste Strand in Sri Lanka, bei den heissen Quellen ein Bad nehmen und Fort Frederick und den Hindutempel anschauen, die spektakulär auf den Klippen erbaut sind, die steil rund 100 Meter zum Meer abfallen.

 

Im Tempel wurde ein Fest gefeiert, und wir mischten uns unter die Hunderte von Pilgern. Ich habe eine Münze in ein Stück Stoff gewickelt und an einen Baum geknotet und um eine Enkeltochter gebeten. Vorsorglich habe ich dazu eine Schweizer Münze benutzt."Wunschbaum" in Trincomalee

Diese Feste sind auch immer begleitet von Marktständen, die neben allerlei Krimskrams vor allem Süssigkeiten anbieten, und so waren wir kurz nach dem Frühstück schon wieder am essen. Die Tage waren diesbezüglich alle gleich. Nach einem sehr gehaltvollen einheimischen Frühstück und der einhelligen Meinung, vor dem Abendessen nicht einmal an Essen zu denken, fanden wir uns spätestens nach einer Stunde an irgendeinem  wackeligen Holzverschlag an der Strasse, wo wir unbedingt lokale Spezialitäten oder exotische Früchte probieren mussten.

Früchtestand

Toter Elefant wird verbranntWir haben mindestens ein Dutzend uns völlig unbekannte Früchte gegessen, von denen wir ohne unsere Freunde die Finger gelassen hätten. Entweder hätten wir sie für ungeniessbar, für Blumen oder für Gemüse, das gekocht werden muss, gehalten. Besonders interessant fanden wir die Frucht der Chasew Nuss, ein birnenartiges Gebilde und die einzige Frucht, bei der sich der Kern (Nuss) ausserhalb der Frucht befindet. Eigenartig auch Roys Bemerkung, wir müssten die unbedingt direkt und ausserhalb des Wagens essen? Beim ersten Biss in die schwammige Frucht spritzte der Saft auf alle Seiten! Natürlich haben wir uns auch an all den bekannten Früchten gütlich getan, und Humaid und ich teilten uns eine Durian in ansehnlicher Grösse. Konsistenz und Geschmack dieser Frucht sind ausserirdisch, der Geruch allerdings so sehr von dieser Welt, dass Roy und Michel abwinkten.

Bei den heissen Quellen wurden wir von Einheimischen darauf aufmerksam gemacht, dass ganz in der Nähe ein Elefant verbrannt werde. Kein besonders schöner Anblick, zumal das Feuer mit altenLastwagenreifen und Brandbeschleunigern in Gang gebracht wurde. Der Lebensraum der Tiere wird immer mehr eingeschränkt. Der Elefant hatte sich an dem elektrisch geladenen Schutzzaun verletzt und war eingegangen.

Ganz in der Nähe würden sich jeden Abend viele Elefanten versammeln, und natürlich fuhren wir zu dem angegebenen Ort. Über einen rumpligen Feldweg – ich denke bei solchen Abenteuern immer an die Möglichkeit, den Wagen zu wenden – fanden wir  die Elefanten auf einer rauchenden Mülldeponie. Noch spektakulärer war jedoch der Anblick von ca. drei Dutzend Adlern, die über der Szene kreisten. Die majestätischen Tiere in dieser Umgebung zu sehen, war aber auch sehr bedrückend.

Früher musste man wieder weit ins Landesinnere fahren, um von Trincomalee nach Batticoloa zu gelangen, weil alle Fährverbindungen über die Lagunen im Krieg zerstört worden waren. Heute führt eine neue Strasse über insgesamt vier imposante Brücken und durch unendliche Reisfelder direkt der Küste entlang. Auf dem Weg dahin besuchten wir Passekudah mit der Erinnerung an eine Bucht mit traumhaftem Strand, zwei ausgebombten Hotelruinen und einem Dutzend Kühe.

neue Brücke

Die Veränderung hätte drastischer nicht sein können: Dicht an dicht waren insgesamt 14 Resorts hochgezogen worden, zwei waren bereits in Betrieb.  Ob dies der richtige Weg ist, Touristen wieder an die Ostküste zu locken, wird sich zeigen müssen.

Hotel Malu MaluHotel Malu Malu

Batticaloa GateBatticoloah ist keine Touristendestination. Die Handelsstadt liegt aber an einer traumhaften Lagune,  und selbstverständlich haben wir eine Bootstour unternommen, eine vorgelagerte Insel und den Leuchtturm besichtigt, den wohl schärfsten Curry unseres Lebens gegessen und einen riesigen Brunnenschacht mitten in der Küche des Restaurants bestaunt.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Moschee in  Kattankudy

Holztransport auf Sri Lanka Style

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Wir  haben im komfortablen White Doe Rest übernachtet, mit Dachterrasse im Stil: „wenn wir wieder Geld haben, bauen wir noch ein Stockwerk drauf“. Dort hatte man um halb Sechs Uhr morgens einen Logenplatz, um den Sonnenaufgang zu bestaunen.

Auf dem Weg nach Arugam bay besuchten wir eine Moschee in  Kattankudy, in der die Tamil Tigers 1990 103 Knaben und Männer erschos-sen haben. Zum Gedenken an die Toten wurden die Ein-schusslöcher in den Mauern nicht geflickt. Im Gegensatz zum Norden sind aber kaum Kriegsruinen zu sehen und auch Tsunamischäden sind nur noch vereinzelnd anzutreffen.

In Arugam bay übernachteten wir im Tsunami Hotel, das den Namen schon vor den verheerenden Ereignissen getragen hatte. Wunderschön angelegte 10 Zimmer im Bungalow Stil und wir bekamen um sechs Uhr morgens Tee am Strand serviert, wo wir den Sonnenaufgang genossen. Es gibt in ganz Arugam bay keine grossen Hotels, die Vegetation ist viel dichter und gewohnt tropisch als weiter nördlich, und sobald man die erste brechende Welle überwunden hat, lässt es sich baden wie in der Badewanne. Den europäischen Sommer über ist es ein beliebter Treffpunkt für Surfer aus aller Welt, aber auch dann gibt es ruhige Stellen zum Baden. Für einen längeren Aufenthalt an der Ostküste wäre Arugam Bay eindeutig meine erste Wahl.

Arugam Bay

Auch die Strasse nach Kataragama war neu ausgebaut, kurz nach Pottuvil konnten wir am frühen Nachmittag Elefanten beobachten, und auch auf dieser  Strecke wächst die gerodete Schneise zu beiden Seiten der Strasse wieder langsam zu. Nach einem Abstecher nach  Kirinda an der Küste fuhren wir weiter nach Hambantota.

Dort durften wir in einem Haus eines Freundes von Humaid übernachten, das an der Salzlagune liegt und zum Verkauf stehen würde……..Unsere Unterkunft in Hambantota

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