Reiseberichte

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Hambantota

Diesmal war ich mit einer Bekannten unterwegs, die wenige Tage nach dem Tsunami mit einer österreichischen NGO in Tangalle (Südküste) gewesen war. Diesmal wollte sie sich das Land anschauen und nicht zuletzt Resla, ein Waisenmädchen aus Hambantota, dessen Patenschaft sie übernommen hatte, besuchen.

Zerstörung in Hambantota

Auch in Hambantota waren kaum Veränderungen auszumachen. Zu der Siedlung Siribopura wurde ein fahrbahnbreites Band Teer hingepfuscht. Die Strassen innerhalb der Siedlung sind nach wie vor Sandpisten von unterschiedlicher Breite. Alles erinnert an die gesichtlosen amerikanischen Siedlungen mit den immer gleichen Hausmodellen.

Immerhin sind die meisten Häuser mit Wasser und Strom versorgt, ansonsten fehlt es immer noch an jeglicher Infrastruktur. Geplant sind zwei siebenstöckige Einkaufszentren (!). Zur Zeit müssen die Leute für eine Hin– und Rückfahrt nach Hambantota Rs. 100 bezahlen und private Busunternehmer fahren für Rs. 500 im Monat die Kinder zur Schule

Es sollen mittlerweile ca. 1300 Häuser stehen und wir haben erfahren, dass auch intakt gebliebene Häuser in der Stadt enteignet und die Leute umgesiedelt werden sollen. Dies sei auch der Grund, dass beim am schwersten betroffenen Gebiet um den Hafen noch kein Aufbau stattgefunden habe.

Hambantota

Neubau in HambantotaPlan der neuen Siedlung

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 Wir haben ein Projekt der „World Vision“ angeschaut, die am Stadtrand Mehrfamilienhäuser gebaut haben. Eines war fertiggestellt, zwei weitere sind im Rohbau. Von der Erstellung von ge-planten ??? weiteren sieht das Hilfswerk dankenswerter Weise ab. In einer Gegend, in der sich die We-nigsten das Kochen mit Gas leisten können, konnte den Men-schen nicht vermittelt werden, wie sie Kochen mit Holz in einer Etagenwohnung bewerkstelligen sollen. Es ging nicht eine Anmeldung für die Wohnungen ein und es wird dort auch nie jemand einziehen.

Während der Küstenstrasse entlang Bewohner von Flüchtlingszelten ein einträgliches Geschäft mit Touristen betreiben, leben in Hamban-tota noch viele Familien abseits aller Touristenströme in 16 qm Holzhütten. Dass sie diese Lebensweise dem Wohnen in Etagenwohnun-gen vorziehen, hätte nicht vieler Abklärungen seitens einer grossen Organisation wie „World Vision“ bedurft.

Mit dem Bau eines neuen Fischereihafens wurde bereits begonnen und wenige Kilometer vor Hambantota, Richtung Ambalantota, wird ein neuer Hochseehafen entstehen.

Der, Richtung Tissamaharana, liegende Armeeflughafen von Wirawila soll zum zweiten internationalen Flughafen des Landes ausgebaut werden.

Grosse Pläne für einen sehr armen Landstrich. Geldgeber sind allen voran Japan und Korea. (Ob dies den Amerikanern gefällt?)

Fischerhafen in Hambantota

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