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Riyas

Einer der drei Schüler, die im Juni ihren Abschluss machen werden ist Riyaz. Er ist 19 Jahre alt und hat seine Eltern und seine einzige Schwester verloren, und von der weiteren Verwandtschaft ist nicht ein einziger übriggeblieben.

RiyasEr ist bei einem Schulfreund und dessen Eltern untergekommen, die so ihre Dankbarkeit zeigen, überlebt zu haben. Sie werden aber genug damit zu tun haben, ihrem eigenen Sohn eine Ausbildung zu ermöglichen.

Alles was Roy für ihn tun konnte, war ihm die Totenscheine seiner Eltern und seiner Schwester zu besorgen, damit hat er Anrecht auf eine Vergütung vom Staat von 15000 Rupien für jeden. Die Beschaffung der Totenscheine ist nur ein weiteres schwarzes Kapitel nach dem Tsunami. Viele haben ihre Angehörigen nie mehr gesehen, alle Unterlagen verloren und müssen in  endlosen Behördengängen „Beweise“ für ihren Verlust erbringen.

Schon beim ersten Treffen mit den Schülern ist uns Riyaz besonders aufgefallen und bis zu unserem 2ten Besuch hat sich in unserem Kopf der Gedanke : es müsste doch machbar sein.......  festgesetzt.

Wir haben ihn um einen Besuch gebeten (ohne Lehrer), und uns lange mit ihm unterhalten. Sein englisch war gut und Nishan hat uns bei Feinheiten übersetzt. Er plante eine kaufmännische Ausbildung, womit er auf dem Arbeitsmarkt ausgezeichnete Chancen hätte. Auch bei dieser 4jährigen Ausbildung ist ein privates Institut den staatlichen Universitäten vorzuziehen, teuer und durch den Wegfall seiner Eltern ist die Möglichkeit in weite Ferne gerückt.

Laut Roy könnten sich die Ausbildungskosten auf gut 250 Franken im Monat belaufen, da es in Hambantota keine Möglichkeiten gibt und der Junge auch Unterkunft und Lebenshaltungskosten bestreiten müsste.

Selber drei Kinder in der Ausbildung, wissen wir nur zu gut, dass das viel Geld ist. Wir wissen auch um die ungewisse berufliche Zukunft von vielen Menschen in der Schweiz, und dass bereits von vielen Leuten nicht nur im Ausland sondern auch vor der eigenen Haustür Hilfe geleistet wird.

Und doch: wenn sich genug Väter und Mütter für Riyaz finden lassen, genügt von jedem schon Klimperndes, um ihm die Ausbildung und eine Zukunft zu ermöglichen. Wir wissen, er ist nicht der Einzige, aber es wäre immerhin einer.... Wir werden ein Konto auf seinen Namen eröffnen, und persönlich unser Bestes geben und wären dankbar für jede Hilfe. Wir werden auch  Kontakt zu ihm halten, ihn besuchen und seinen Werdegang verfolgen. Natürlich auch gerne jegliche Auskunft geben.

Roy wird uns noch genauere Angaben nachliefern und die Bezahlung wird nach dem gleichen Modus ablaufen, wie für den Zusatzunterricht: direkt an die Schule vierteljährlich und nur bei guten Leistungen. Das Geld für die Lebenshaltungskosten wird auf ein persönliches Konto von Riyaz gehen und sehr knapp bemessen sein.

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