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Hambantota

Auch in Hambantota hat sich die Situation kaum merklich verändert, ausser dass die Trümmer grösstenteils weggeräumt sind.

TsunamisiedlungTsunamisiedlung

Mit Spannung sind wir zu dem Neubaugebiet ca. sechs Kilometer ausserhalb der Stadt gefahren, auf dem der Bau von 6000 Häusern von der Regierung versprochen worden war. Es standen dort tatsächlich ca. 900 Häuser in Reih und Glied, auch hier, wie be-reits erwähnt, völlig an den Bedürfnissen der Menschen vorbei. Sin-ghalesen bauen anders als Tamilen, Tamilen anders als Muslime, und trotzdem stehen 900 identische Häuschen, die anscheinend willkürlich an Menschen der verschiedenen Volksgruppen verteilt werden.

Wir haben mit Leuten gesprochen, die bereits eingezogen sind, obwohl die Häuser grösstenteils weder mit Wasser noch mit Strom versorgt sind. Auf unsere Fragen haben wir ungewohnt deutliche Antworten bekommen und zu unserer Verwunderung erfuhren wir, dass die Regierung nicht eines der Häuschen gebaut hat. Allerdings waren wir die Einzigen, die sich darüber wunderten. Den Einheimischen war von Anfang an klar, dass die Regierung lediglich das Land zur Verfügung stellen würde und der Aufbau Sache von Hilfsorganisationen sein würde.

Zeltlager in Hambantota

Auf unsere Frage, wie die Regierung das Land den eigenen Leuten zur Verfügung stellen und dies als grossartige Spende darstellen könne, wusste niemand eine Antwort.

Im Resthouse, in dem wir übernachtet haben, sind wir mit dem für Sri Lanka zuständigen Leiter des französischen Roten Kreuzes ins Gespräch gekommen. Er  hat sich bei vielen Fragen ziemlich gewunden und immer wieder versichert, das Geld läge auf den Konten und man dürfe die Regierung nicht verärgern, es brauche alles seine Zeit. Er war auf Inspektionstour für ein paar Tage und weit aufschlussreicher waren die Gespräche mit der Frau seines Mitarbeiters, die seit Monaten mit ihrem Mann vor Ort ist. Jeder zweite Satz fing mit: “Das darf man eigentlich gar nicht erzählen“ an.

Uns sind die Probleme eines Aufbaus in dieser Grössenord-nung durchaus bewusst, aber man könnte meinen, dass die riesige Summe an Hilfsgeldern durchaus an Zugeständnisse der Regierung zu koppeln sein sollte. Die Gründe,  weshalb sich die Organisationen nicht gegen die Stolpersteine und die Korruption der Regierung wehren, erschliessen sich uns nicht und müssen wohl wieder in deren eigenem Nutzen begründet sein.

Ein zerstörtes Haus in Hambantota

Nach unserer Rückkehr haben wir mit der SLAASC (Sri Lanka Amerika Association of southern California)  Kontakt aufgenommen, die das Haus, das Sifaya zugesprochen bekommen hat, gebaut hat. Obwohl auf ihrer Homepage von einem gelungenen und abgeschlossenen Hilfsprojekt in Hambantota die Rede ist und dort um neue Mitglieder und Spenden geworben wird, hat uns weder der Präsident noch einer der sechs Vorstandsmitglieder mit einer Antwort beehrt. Einzig der Webmaster der Homepage hat sich gemeldet und gleich zweimal erwähnt, dass er mit der Organisation nichts zu tun habe. Auf weitere Rückfragen hat er sich auch nicht mehr gemeldet.

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